Close Menu
    What's Hot

    „Ich habe gekündigt! Ab jetzt wirst du mich und meine Mutter durchfüttern!“, verkündete mein Mann. Doch mit meiner Antwort hatte er nicht gerechnet.

    „Deine Prämie von 500.000 Euro habe ich meiner Schwester schon versprochen!“, verkündete mein Mann. Ich lächelte und wählte die Nummer unserer Buchhalterin.

    Meine Schwiegermutter warf meine Sachen aus dem Schlafzimmer. Am Abend musste sie selbst ihren Koffer packen.

    Facebook X (Twitter) Instagram
    LEBEN
    • Lebensgeschichten
    • Atemberaubend
    • Lustig
    LEBEN
    Lebensgeschichten

    „Du bist so geizig! Für die Familie willst du keinen Cent ausgeben!“, empörte sich meine Schwiegermutter. Ich sah sie an. „Für meine Familie schon. Aber ich habe nie unterschrieben, dass ich Ihre Tochter finanzieren muss.“

    15.09.20263K Views
    Share Facebook Twitter Pinterest Telegram LinkedIn Tumblr Copy Link WhatsApp
    Follow Us
    Facebook
    Facebook Twitter LinkedIn Pinterest Copy Link Telegram WhatsApp

    — Du bist so geizig! Für die Familie willst du keinen Cent ausgeben! — empörte sich meine Schwiegermutter und stellte ihre Tasse so heftig auf den Tisch, dass es klirrte.

    Ich sah sie einige Sekunden lang an. Dann blickte ich zu Lucía, ihrer Tochter, die mir gegenüber saß und seelenruhig durch ihr Handy scrollte.

    — Für meine Familie schon — antwortete ich. — Aber ich habe nie unterschrieben, dass ich Ihre Tochter finanzieren muss.

    Lucía hob sofort den Kopf.

    Meine Schwiegermutter Carmen blieb mit halb geöffnetem Mund sitzen.

    Und mein Mann Javier, der mit einer Wasserflasche in der Hand an der Küchenzeile stand, erstarrte.

    — Wie bitte? — fragte Carmen.

    — Sie haben mich sehr gut verstanden.

    Ruhig nahm ich meine Kaffeetasse.

    Es war Sonntag, kurz nach zwölf. Carmen und Lucía waren zum Mittagessen bei uns. Die erste halbe Stunde war sogar erstaunlich friedlich verlaufen.

    Dann hatte Lucía angefangen, sich zu beschweren.

    Ihre Miete war gestiegen.

    Ihr Auto musste repariert werden.

    Außerdem wollte sie im Oktober mit ihren Freundinnen eine Woche ans Meer fahren, aber bei all diesen Ausgaben sei das angeblich „unmöglich“.

    Ich hatte schweigend zugehört.

    Bis Carmen eine Lösung fand.

    Mit unserem Geld.

    — Javier könnte dir doch mit dem Auto helfen — hatte sie erklärt.

    Javier runzelte die Stirn.

    — Mama …

    — Was denn? Sie ist deine Schwester.

    — Ich weiß, wer sie ist.

    Carmen ignorierte seine Antwort.

    — Und vielleicht könntet ihr ihr auch etwas für den Urlaub geben. Schließlich verdient ihr beide gut.

    Da legte ich meine Gabel hin.

    — Nein.

    Nur ein einziges Wort.

    Carmen sah mich an, als hätte ich gerade erklärt, ich würde einem hungernden Kind das Essen verweigern.

    — Wie bitte, nein?

    — Ganz einfach. Wir bezahlen weder ihre Autoreparatur noch ihren Urlaub.

    Lucía seufzte.

    — Ich habe doch gar nichts verlangt.

    Ich sah sie an.

    — Letzte Woche hast du Javier um 400 Euro gebeten.

    Sie wurde rot.

    — Das war ein Darlehen.

    — Und die 250 Euro letzten Monat?

    Schweigen.

    — Und die 600 Euro im Mai?

    Lucía legte ihr Handy auf den Tisch.

    — Führst du jetzt Buch über meine Finanzen?

    — Nein. Über unsere.

    Carmen schüttelte den Kopf.

    — Unglaublich. Ihr könnt es euch doch problemlos leisten, ihr zu helfen.

    — Darum geht es nicht.

    — Natürlich geht es darum!

    Genervt deutete sie auf unsere Küche.

    — Ihr habt die Küche renoviert. Ihr habt ein neues Sofa gekauft. Diesen Sommer wart ihr in Portugal. Und sobald Lucía eine schwierige Phase durchmacht, ist plötzlich kein Geld mehr da!

    — Geld ist da — antwortete ich. — Aber es gehört uns.

    Carmens Gesicht verhärtete sich.

    — Du bist so geizig! Für die Familie willst du keinen Cent ausgeben!

    Und genau da antwortete ich:

    — Für meine Familie schon. Aber ich habe nie unterschrieben, dass ich Ihre Tochter finanzieren muss.

    Lucía schob ihren Stuhl zurück.

    — Niemand finanziert mich!

    Ich sah sie ruhig an.

    — Wirklich? — Elena — mischte sich Javier ein.

    Ich drehte mich zu ihm.

    — Nein, Javier. Wenn wir schon vor allen über Geld sprechen, dann sprechen wir richtig darüber.

    Er verstand sofort, worauf ich hinauswollte.

    Carmen dagegen nicht.

    — Wovon redest du?

    Ich nahm mein Handy.

    — Seit Januar hat Lucía uns siebenmal um Geld gebeten.

    — Das stimmt überhaupt nicht! — protestierte Lucía.

    Ich begann aufzuzählen.

    — 300 Euro für die Autoversicherung. 250 für die Miete. 180 für das Handy. 600 im Mai. 400 letzte Woche …

    — Es reicht!

    Lucía war aufgestanden.

    — Nein. Noch nicht.

    Ich sah zu ihr hoch.

    — Denn da fehlen noch die Konzertkarten, die Javier dir bezahlt hat, und die 320 Euro für dein Wochenende in Barcelona.

    Carmen drehte sich zu ihrem Sohn.

    — Du hast ihr das alles bezahlt?

    Javier stellte langsam die Wasserflasche auf die Arbeitsplatte.

    — Ja.

    — Und du hast mir nichts davon erzählt?

    Fast hätte ich gelacht.

    Das war also das, was sie störte.

    Nicht, dass ihre Tochter ständig nach Geld fragte.

    Sondern dass sie, Carmen, nicht über alles Bescheid wusste.

    — Javier hilft seiner Schwester, weil er sie liebt — sagte ich. — Und ich hatte nie ein Problem damit, solange es um einen echten Notfall ging. Aber seit einigen Monaten sind das keine Notfälle mehr.

    Ich sah Lucía an.

    — Urlaub ist kein Notfall. Ein Konzert ist kein Notfall. Ein neues Handy ist kein Notfall. — Du hast nicht zu entscheiden, was mein Bruder mit seinem Geld macht!

    — Genau.

    Ich nickte.

    — Mit seinem Geld.

    Dann sah ich Carmen an.

    — Aber gerade haben Sie mir vorgeworfen, dass ich nicht zahlen will.

    Carmen verschränkte die Arme.

    — Ihr seid verheiratet. Euer Geld gehört euch beiden.

    — Sehr gut.

    Ich beugte mich leicht zu ihr.

    — Dann kann ich also jedes Mal, wenn Javier seiner Schwester 500 Euro gibt, ebenfalls 500 Euro an jemanden aus meiner Familie geben?

    Carmen blinzelte.

    — Das ist etwas völlig anderes.

    — Warum?

    — Weil Lucía seine Schwester ist!

    — Und meine Schwester wäre was? Eine Fremde?

    Javier senkte den Kopf, um ein Lächeln zu verbergen.

    Carmen bemerkte es.

    — Findest du das etwa lustig?

    — Nein, Mama.

    Er zog einen Stuhl heran und setzte sich endlich neben mich.

    — Aber in einem Punkt hat Elena recht.

    — In einem Punkt?

    — Wir helfen Lucía seit fast zwei Jahren.

    Lucía starrte ihn an.

    — Du redest, als wäre ich eine Belastung.

    Javier seufzte.

    — Ich habe dir allein dieses Jahr mehr als dreitausend Euro gegeben.

    Plötzlich herrschte völlige Stille.

    Sogar ich drehte mich überrascht zu ihm.

    — Mehr als dreitausend?

    Er nickte.

    Von einem Großteil der Beträge hatte ich gewusst.

    Aber offenbar nicht von allen.

    Carmen wurde leicht blass.

    — Dreitausend?

    Lucía nahm ihr Handy wieder in die Hand.

    — Ich werde euch das Geld zurückzahlen.

    — Wann? — fragte Javier.

    Sie antwortete nicht.

    — Lucía.

    — Ich weiß es nicht!

    Carmen mischte sich sofort ein.

    — Sie macht gerade eine schwierige Zeit durch.

    Javier sah seine Mutter an.

    — Seit zwei Jahren? — Sie ist deine Schwester.

    — Ich weiß, Mama. Das sagst du jedes Mal, wenn sie Geld braucht.

    Lucía griff nach ihrer Tasche.

    — Schön. Ich werde nie wieder um etwas bitten.

    — Das habe ich nicht gesagt — antwortete Javier.

    — Doch. Genau das sagt ihr beide.

    Sie ging zur Eingangstür.

    Doch bevor sie hinausging, drehte sie sich noch einmal zu mir um.

    — Ich hoffe, dass du eines Tages selbst Hilfe brauchst.

    Ich hielt ihrem Blick stand.

    — Die habe ich schon gebraucht.

    Sie zögerte. — Und weißt du, was ich gemacht habe?

    — Was?

    — Ich habe meine Ausgaben reduziert.

    Niemand antwortete.

    Lucía öffnete die Tür und ging.

    Carmen stand sofort auf.

    — Bist du jetzt zufrieden?

    — Nein.

    — Du hast gerade meine Tochter gedemütigt.

    — Nein, Carmen. Ihre Tochter hat gerade einfach nur das Wort „Nein“ gehört.

    Sie griff nach ihrer Handtasche.

    — Eine Familie sollte sich gegenseitig helfen.

    — Da stimme ich Ihnen zu.

    Auch ich stand auf.

    — Deshalb habe ich einen Vorschlag.

    Carmen blieb stehen.

    — Welchen? — Wenn Lucía das nächste Mal 500 Euro braucht, teilen wir uns den Betrag.

    Sie runzelte die Stirn.

    — Wie meinst du das?

    — Sie geben 250 Euro. Wir geben 250.

    Sie starrte mich an.

    — Warum ich?

    Diesmal brach Javier in Gelächter aus.

    Carmen fuhr zu ihm herum.

    — Was ist daran so lustig?

    Er schüttelte den Kopf.

    — Nichts. Es ist nur interessant.

    — Was denn?

    Javier sah erst mich und dann seine Mutter an.

    — Lucía zu helfen schien viel wichtiger zu sein, solange das Geld von unserem Konto kommen sollte.

    Carmen schwieg.

    Dann nahm sie ihren Mantel.

    — Das muss ich mir nicht bieten lassen.

    — Niemand zwingt Sie zu bleiben — antwortete ich.

    Sie ging, ohne sich zu verabschieden.

    Die Tür fiel mit einem lauten Knall ins Schloss.

    Einige Sekunden lang standen Javier und ich allein in der Küche.

    Dann drehte ich mich zu ihm.

    — Mehr als dreitausend Euro?

    Er verzog das Gesicht.

    — Ich wollte es dir sagen.

    — Wann? Bei viertausend? — Elena …

    Ich hob die Hand.

    — Heute Abend. Wir gehen alle Überweisungen durch.

    Er nickte.

    — In Ordnung.

    Da vibrierte sein Handy auf dem Tisch.

    Eine Nachricht von Carmen.

    Javier las sie.

    Sein Gesichtsausdruck veränderte sich.

    — Was ist? — fragte ich.

    Er reichte mir das Handy.

    In der Nachricht stand: „Deine Schwester weint wegen euch. Du musst das wieder in Ordnung bringen. Schick ihr wenigstens das Geld für das Auto.“

    Ich sah Javier an.

    Einige Sekunden lang schwieg er.

    Dann tippte er eine Antwort.

    „Nein.“

    Nur ein einziges Wort.

    Anschließend legte er sein Handy mit dem Display nach unten auf den Tisch.

    Zwei Minuten später vibrierte es erneut.

    Diesmal sah Javier nicht einmal hin.

    Und zum ersten Mal seit Langem ging es nicht mehr darum, wie viel Geld Lucía als Nächstes von uns verlangen würde.

    Sondern darum, wie lange sie brauchen würde, um zu verstehen, dass unser Bankkonto nicht ihr zweites Gehalt war.

    Follow on Facebook
    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Copy Link Telegram WhatsApp
    Advertisement
    Latest Posts

    „Ich habe gekündigt! Ab jetzt wirst du mich und meine Mutter durchfüttern!“, verkündete mein Mann. Doch mit meiner Antwort hatte er nicht gerechnet.

    „Deine Prämie von 500.000 Euro habe ich meiner Schwester schon versprochen!“, verkündete mein Mann. Ich lächelte und wählte die Nummer unserer Buchhalterin.

    Meine Schwiegermutter warf meine Sachen aus dem Schlafzimmer. Am Abend musste sie selbst ihren Koffer packen.

    „Wag es ja nicht, meiner Mutter die Tür vor der Nase zuzuschlagen!“, schrie mein Mann. Ich drehte den Schlüssel im Schloss um.

    Trending Posts
    Facebook
    • Home
    • Datenschutzrichtlinie
    • Allgemeine Geschäftsbedingungen
    • Haftungsausschluss
    • Sitemap
    © 2026 Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Dokumenten und deren Weitergabe in jeglicher Form, auch in elektronischen Medien, ist nur mit einem aktiven Link zu unserer Site und mit Indizierung durch Suchmaschinen möglich. Die Herausgeber sind nicht für den Inhalt der Werbematerialien verantwortlich.

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.